Cranio-Sacrale Therapie

Was ist Cranio-Sacrale Therapie?

Die Cranio-Sacrale Therapie behandelt Spannungen im Bereich der „Dura mater“, einer Membran, die sowohl das Gehirn, als auch das Rückenmark und z.T. die Spinalnerven umhüllt. Ziel ist die Wiederherstellung eines optimalen Gehirnstoffwechsels und cranio-sacralen Rhythmus:

Es gibt 4 Liquorräume im Gehirn, die sich rhythmisch mit Flüssigkeit füllen und entleeren (6-12 mal/min.). Der Liquor umspült das zentrale Nervensystem wie eine Art Lymphsystem und befreit es von Abfallstoffen.
Um die Dura mater zu entspannen, nutzt man das Kreuzbein und die Schädelknochen, die wie ein Hebel fungieren und sich bis ins hohe Alter gegeneinander bewegen lassen.

Beim Burnout hilft die Cranio-Sacrale Therapie in einen tiefen Entspannungszustand zu gelangen. Die Entspannung des Gehirnmembran-Systems führt außerdem zur allgemeinen Tonussenkung der in der Regel verspannten Muskulatur.Rückenschmerzen lassen nach. Über den Einfluß auf den Hypothalamus und die Hypophyse wirkt die Cranio-Sacrale Therapie regulierend auf das Hormonsystem. Das Sinussystem (venöses System des Gehirns) wird entstaut. Stauungskopfschmerzen u.a. verschwinden. Das Immunsystem wird gestärkt, die Streßschwelle erhöht.

Differentialdiagnostisch sind die Wirbelsäule (speziell die Hals-und Brustwirbelsäule) und die Kiefergelenke zu untersuchen und ggf. mitzubehandeln, da sie ähnliche Beschwerden wie ein Burnout-Syndrom hervorrufen können.

Störungen im Sympathischen Nervensystem, wodurch der Organismus auf Dauerhöchstleistung eingestellt wird, können durch Blockaden der Rippen- und Wirbelgelenke entstehen. Diese können folgende Beschwerden verursachen:

Cranio-Mandibuläre Dysfunktion

Ähnliche Symptome können auch durch eine Cranio-Mandibuläre Dysfunktion (CMD) hervorgerufen werden. Ein Fehlbiß ist häufig die Ursache. Zahnausfall, Zahnersatz, Haltungsstörungen können zu einer Veränderung der Verzahnung von Ober-und Unterkiefer führen. Der Körper versucht dies zu kompensieren, so daß sich die Spannungen über lange Zeiträume verstärken können.
Sehr häufig sind es dann Streßsituationen, in denen sich diese Dysfunktionen plötzlich als Kopf- und Rückenschmerz, Zahnschmerz, Kiefergelenksschmerz , Tinnitus oder Gleichgewichtsstörungen äußern.
Da die Kiefermuskulatur mit den kurzen Nackenstreckern zusammenarbeitet, kommt es bei diesem Krankheitsbild immer auch zu Problemen der oberen Kopfgelenke. Atlasblockaden führen über den Ansatz der Dura sowie dem nahen Kontakt zu wichtigen Gefäßen und Nerven ebenfalls zu o.g. Symptomen. Auch Sehstörungen, Konzentrationsstörungen und Benommenheit können hier ihren Ursprung finden.

Abschließend bleibt zu sagen, daß die Fülle der Symptome und Ursachen eine gute Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams erfordert, um gemeinsam mit dem Patienten an Lösungen zu arbeiten.